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Pfadeinstellungen

Digipeatertypen:

  • Fill-in-Digis sind "Zubringer" an weniger exponierten Standorten und übermitteln ausschließlich lokal abgestrahlte Baken zuverlässig an den nächsten WIDE-Digi. Sie werden mit WIDE1-1 angesprochen. Da sie nur auf WIDE1-1 reagieren, senden sie natürlich auch wenig und sind in der gewonnenen Zeit gut ansprechbar. Sie verbessern aber nicht die Empfangsmöglichkeit von Baken, die über mehrere Digipeater geleitet worden sind (Fill-in-Digi reagiert also z.B. nicht auf WIDE2-1 oder WIDE3-2 von WIDE-Digi). 
  • Wide(n-N)-Digis stehen dagegen auf exponierten Standorten und ermöglichen den "Weitverkehr". Diese könnten technisch mit WIDE1-1 bis WIDE7-7 (nach der Anzahl der gewünschten "Hops") angesprochen werden.  Regelmäßig sollten nicht mehr als 3 Digipeater im Pfad eingestellt sein. Immer mehr Digipeater kürzen die Pfade über WIDE3-3 auf diesen Wert (Neue Empfehlungen, genannt NewParadigma). Digipeater mit UIDIGI-Software (derzeit die meisten in DL!) sind wegen des auf den EPROM beschränkten Softwareumfanges nicht zur Pfadkürzung in der Lage, sie geben größer eingestellte Werte einfach nicht weiter. Der User erreicht damit das Gegenteil von seiner Absicht!

Allgemeine Hinweise:

  • WIDE1-1 darf ausschließlich an erster Stelle im Pfad stehen!
  • Bei Feststationen steht der nächste Digi an erster Stelle im Pfad!
  • Nicht mehr als maximal 3 Hops (WIDE3-3) einstellen! 
     

Grundeinstellungen:
 

Stationen WIDE-Digi  erreichbar nur Fill-in-Digi erreichbar Intervall
fest  Digicall ist bekannt:
regulär: Digicall,WIDE2-1
maximal: Digicall,WIDE3-2
Digicall ist bekannt: 
regulär: Digicall,WIDE2-1
maximal: Digicall,WIDE3-2
30 min
fest falls Digicall unbekannt:
regulär: WIDE2-2
maximal: WIDE3-3
falls Digicall unbekannt:
regulär: WIDE1-1,WIDE2-2
maximal: WIDE1-1,WIDE3-3
30 min
beweglich regulär: WIDE1-1,WIDE2-2
maximal: WIDE1-1,WIDE3-3
regulär: WIDE1-1,WIDE2-2
maxima:l WIDE1-1,WIDE3-3
1 min
besser >1 min
Objekt WIDE2-1 oder kein Hop WIDE1-1 oder kein Hop 10 min
Wetter WIDE2-2 WIDE1-1,WIDE2-1 15 min
Digipeater WIDE3-3/proportionale Pfade  30 min

 

Detailinformation:

Die richtige Pfadeinstellung ist grundsätzlich davon abhängig, ob mit dem ersten Hop (also dem ersten erreichbaren Digipeater) ein Fill-In oder ein Wide-Digi erreicht werden soll/muss. Feste Stationen werden in der Regel wissen, ob sie einen Wide-Digi direkt erreichen. Wenn ja, sollte auf das Adressieren eines Fill-in-Digi verzichtet werden. Daraus folgt, das die einzutragenden Pfade für die jeweils gewünschte Anzahl der Weiterleitungen für bewegliche und feste Stationen regelmäßig unterschiedlich ist. Das Grundkonzept ist recht einfach:

  • Hop = steht für Anzahl der Weiterleitungen durch Digipeater.
  • n     = steht für Anzahl der gewünschten Hops.

Grundsatz:

  • n - Hop = WIDEn-n

Ausnahme:

Es gilt nur eine Besonderheit bei der 1-Hop-Adressierung  zu beachten: Da Fill-in-Digipeater auf WIDE1-1 reagieren, muss für den Fall, dass als erste Station ausschließlich ein Wide-Digi angesprochen werden soll (weil man den direkt erreichen kann), immer mit WIDE2-1 und nicht mit WIDE1-1 gearbeitet werden. WIDE2-1 hat auch nur einen Hop zur Folge, Fill-in-Digis reagieren darauf aber nicht. Daraus folgt folgende Empfehlung:

Feste Stationen:

  • 1 - Hop        WIDE2-1     [es werden auch für den ersten Hop nur Wide-Digis adressiert]
  • 2 - Hop        WIDE2-2
  • 3 - Hop        WIDE3-3
  • n - Hop        WIDEn-n

Mobilstationen:

  • 1 - Hop       Wide1-1       [es wird für den ersten Hop ein Wide oder ein Fill-In adressiert]
  • 2 - Hop       WIDE1-1,WIDE2-1
  • 3 - Hop       WIDE1-1,WIDE2-2
  • n - Hop       WIDE1-1,WIDEn-n

Anmerkung zur Eintragung des Pfades:

  • In UI-View muss neben dem eigentlichen Pfad immer noch die sog. "Destination-Adress"  [oder auch "to-call"] in den Pfad eingetragen werden. Die "Destiantion-Adress" kennzeichnet im APRS die verwendete Software-Version. Bei UI-View ist der Eintrag "APRS". Ein 2- Hop -Pfad einer festen Station wird in UI-View deshalb als:   APRS,WIDE2-2  eingetragen. [Daraus generiert UI-View dann seine eigene "Destiantion-Adress" = APU25N]
  • Es sollte darauf verzichtet werden eigene "Destination-Adresses" z.B. zur Kennzeichnung des regionalen Herkommens zu "erfinden" [z.B.  APRSBY = Station aus Bayern]. Die "Destination-Adress" hat im APRS-Protokoll zwei explizite Funktionen: Kennzeichnung der Software oder die Kennzeichnung von ALTNETS. Eine Übersicht zu den standardkonformen Einträgen findet sich in der Tocall-Liste von WB4APR.
  • Beim Kenwood TM-D700/TH-D7 wird die "Destination-Adress" automatisch generiert und eingefügt. Deshalb ist als Pfad bei der Konfiguration über das Menue nur  WIDE2-2 einzutragen

 

Grundlagen: 08.05.2007, DL1LJ

Update:        19.02.2008, DL8RO, DL1LJ

 

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