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NEWn-N-Paradigm

Übersetzung von Lukas, DO7VLR
Original: http://www.aprs.org/fix14439.html
Stand: 16. Mai 2007



Wie man das APRS-Netzwerk auf 144.800 wieder in Ordnung bringen kann

Das neue n-N Denkmuster



Tragik der Allmende: APRS leidet unter dem selben Schicksal, wie alle begrenzten Ressourcen (http://de.wikipedia.org/wiki/Tragik_der_Allmende). Immer dann, wenn eine Differenz zwischen Individualinteressen und Gemeinwohl besteht, wird durch die menschliche Natur die Überlastung und endgültige Zerstörung der gemeinschaftlichen Ressource garantiert. In diesem Fall, die Durchsatzrate bei APRS. Das ist einfach zu verstehen, da der Gewinn, dem Netzwerk ein weiteres Paket hinzuzufügen, sich immer positiv für denjenigen auswirkt, der es gesendet hat. Aber den "Preis" dafür müssen alle anderen Zahlen. Es gibt keine natürliche Lösung außer die Einrichtung von "Goldenen Regeln", an denen sich jeder Beteiligte orientiert.

Die Goldene Regel des APRS - "The New-N Paradign" (das neue n-N Denkmuster)

Das neue n-N Denkmuster hatte seine Anfänge im November 2004 mit dem Ziel, APRS zu modernisieren, um eine bessere Effizienz und weniger komplizierte Einstellungen für die Benutzer zu schaffen. Ergebnis waren erstaunliche Verbesserungen überall dort, wo es implementiert wurde. Das Netzwerk hat sich über 13 Jahre entwickelt und im November 2004 wurde es Zeit, die nicht mehr zeitgemäßen Einstellungen über Bord zu werfen, welche ungeheuere RELAY-DUPE-Probleme hervorrufen. Die Lösung war einfach, alles was wir benötigten waren einige wenige Änderungen an Digipeatern mit Hilfe von Remote-Sysop-Befehlen, die noch nicht einmal eine Fahrt zum Digipeater erforderlich machten.

Benutze WIDEn-N, wobei N ein für Deine Region geeigneter Wert sein soll. Wir nennen diese Initiative "Das neue n-N Denkmuster". Diese Änderungen reduzieren alles auf eine einfache universelle Empfehlung für alle Benutzer. Benutze WIDEn-N überall und in den meisten Ballungsräumen (siehe folgende Karte) sollte N 2 sein, und 3 nur in ländlichen Gegenden. Das ist alles, was es damit auf sich hat. Aber lest ruhig weiter...





Aktuelles zum neuen n-N Denkmuster:

  • Die Basis des neuen n-N Denkmusters sind effiziente Einstellungen für die wichtigsten Digipeater-Typen und es gibt detailierte Empfehlungen für Kantronics 8.2, 8.3, 9.0, 9.1 ROMS und für UI-DIGI ROMS.

  • Ebenso bieten jetzt auch SS1-1,SSn-N Pfade TRACE-Funktionen für den ersten und letzten Digi an. Dies führt zu der folgenden vereinfachten Methode für universelle Empfehlungen für APRS-Pfade:



Empfehlungen für APRS-Nutzer innerhalb des neuen n-N Denkmusters

Haltet euere Packete innerhalb eures ALOHA-Kreises, um die gegenseitige Beeinträchtigung zu minimieren.

  1. VERALTET: RELAY, WIDE, TRACE, TRACEn-N und SS
  2. WIDE2-2   für ortsfeste und mobile Stationen (WIDE3-3 ist OK außerhalb von Ballungsgebieten)
  3. WIDE1-1,WIDE2-1   für Mobilstationen in ländlichen Gebieten mit Kleinzellen- (also RELAY-) Digipatern
  4. Benutzt DIGI1,DIGI2,DIGI3... für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen


ACHTUNG:

A) Benutze niemals WIDE1-1 hinter dem ersten Hop
B) Benutze niemals etwas anderes außer WIDEn-N in einem Ballon oder Flugzeug



ERFOLGREICHES APRS:

Der Erfolg Deines lokalen APRS-Netztes ist nicht, wie viele stationen du auf Deinen Karten siehst, sondern wie verlässlich deine Mobil- oder Portabel-Station mit anderen in der Gegend kommunizieren kann. Das ist ein großer
Unterschied. Dieses fundamentale Prinzip sollte richtungweisend für alles sein, was wir mit APRS in unseren lokalen Gebieten tun.


VERLÄSSLICHES APRS:

Anders herum gesagt, Du siehst typischer Weise zwischen 60 und 100 Stationen in Deinem Gebiet. Je mehr Stationen Du siehst, desto mehr Packete siehst du aufgrund von Kollissionen nicht. Und um so weniger verlässlich ist Dein Netzwerk für lokales Echtzeit-APRS.


DAS NETZWERK AUF 144.800 IN ORDNUNG BRINGEN:

Das neue n-N Denkmuster ändert nicht nur einige Digipeater-Parameter, sondern hebt auch die Aufklärung der Benutzer hervor. Die Kapazität eines lokalen APRS-Netzwerkes mit 1200 baud wird durch jeden zusätzlich benutzen Digipeater erheblich gesenkt. Die versorgte Fläche wird zwar größer, doch die Kapazität wird um die Hälfte gesenkt. Typische Gebiete, in denen Leute 2 Hops mit 4 oder mehr Digipeatern benutzen, können nur um die 60 bis 100 Benutzer unterstützen. Umgekehrt, wenn keine Digipeater benutzt werden und jeder einander direkt hören könnte, dann könnte APRS theoretisch ungefähr 360 Benutzer auf einer Simplex-Frequenz unterstützen (mit Zeitschlitzen). Aber da zu viele Leute zu viele Hops und schlechte Pfade benutzen, welche zu viele Wiederholungen erzeugen, sind mache Gebiete im Land mit der 10fachen Anzahl an Packeten regelrecht gesättigt und nur der Stärkste und Missbräuchlichste kommt durch. Die Verlässlichkeit des Netzes ist miserabel für diejenigen, deren Packete es noch nicht einmal bis zum nächsten Digipeater schaffen, weil das Netz mit Packeten von außerhalb gerade zu verstopft ist. Viele Dinge laufen falsch:

  • Mangelhaftes Wissen der Benutzer in Bezug auf Grundlagen und die strengen Einschränkungen eines solch kleinen Kanals.
  • Zu viele Kollissionen und verloren gegangene Packete aufgrund zu vieler Hops und zu vielen doppelten Packeten.
  • Software, welche das Wohl des Netzes nicht an vorderste Stelle und begreifbar für den Benutzer stellt.
  • Dürftige Digipeater-Einstellungen (HID nicht abgeschaltet, UIDWAIT nicht 0, und schlechtes Packet Timing, übertriebene Pfade).
  • Unsachgemäß formatierte Packete (Siehe auch diese Echtzeit-Liste auf FUNDU.COM).
  • Unrealistische Erwartungen der Benutzer (Erwartung, hunderte von Stationen, hunderte Kilimeter entfernt zu sehen. (Das funktioniert auf RF nicht)
  • Scheitern, alte PacComm "T" Digis richtig einzustellen, damit sie WIDE2-2 unterstützen.
  • Weiteres Benutzen der veralteten RELAY und WIDE Pfade, welche die Anzahl der Wiederholungen vervielfachen. Hier sind die Folgen...
  • DIGI ROMware, welche man nicht aktualisieren kann. Hier meine Wunschliste für die Zukunft.



Lösung #1: RELAY und WIDE Pfade aus dem Verkehr ziehen:

Die größte Verbesserung in den meisten Gebieten erreicht man ganz einfach dadurch, die Benutzer von der Verwendung der veralteten RELAY und WIDE Pfade abzubringen. (Hier lesen warum). Die Pfade generieren vielefache Schleifen, da es keine entsprechende Schleifen-Unerdrückung bei den Digipeatern gibt. Die Benutzung
dieser Pfade beansprucht das System 3 bis 5 mal mehr, als vergleichbare WIDEn-N Pfade. WIDEn-N Pfade besitzen einen perfekten Algorithmus zur Schleifen-Unterdrückung. Die Lösung ist einfach. Benutzt WIDE1-1 anstatt RELAY. (Siehe auch "Die RELAY-Lösung"!).


Lösung #2: Gib WIDEn-N TRACE-Funktionen:

Das ursprüngliche WIDEn-N System hatte keine Vorkehrung, um Pfade einheitlich zurück zu verfolgen. Ohne diese Informationen konnte niemand zuverlässig sagen, was das Netzwerk tat oder wie man missbräuchliche Pfade stoppen könne. Indem jeder Digipeater sein Rufzeichen in den Pfad einfügte, konnte man das Netzwerk kontrollieren. (SysOps müssen einfach die WIDEn-N Unterstützung vom UIFLOOD Parameter zum UITRACE Parameter hin verschieben.)


Lösung #3: Benutzt WIDEn-N überall. Die Lösung des neuen n-N Denkmusters:

WIDEn-N ist die effizienteste Methode, um APRS-Pakete zu verteilen. Dennoch ist es verwundbar, wenn Benutzer zu hohe Werte für N benutzen. Glücklicherweise können, unter dem neuen n-N Denkmuster, bestehende Digipeater jetzt große N  Werte abfangen und Empfehlungen für Benutzer können stark vereinfacht werden. Somit ist das WIDEn-N System weniger abhängig von richtigen Benutzer-Einstellungen. Das neue n-N Denkmuster vereinfacht das APRS-Netzwerk auf einige wenige eindeutige Digipeater Typen:

  • WIDEn-N ..- Die Basis des neuen n-N Denkmusters.
  • WIDE1-1 ..- Kleinzellen-Digipeater ("RELAY-Digipeater"). Setze MYALIAS auf WIDE1-1.
  • One-Hop ..- Diese Digipeater setzen hohe N Werte herunter auf 1 Hop (in Ballungsgebieten).



DIGIPEATER TNC Settings für das neue n-N Denkmuster




Lösung #5: Kennzeichnung der neuen n-N Digis:

Um Benutzer darüber aufzuklären, welche Art Digipeater ihr Gebiet versorgt, wurden einige zusätzliche Overlays hinzugefügt. Der größte Schritt ist, sicherzustellen, dass jeder Digipeater seine Fähigkeiten dem Benutzer kundtut. Am wichtigsten sind die neuen S, L und P Overlays für Digipeater. "S" unterstützt komplett WIDEn-N und SSn-N für
Bundesland- oder Distrikts- Routing. Die "L" Digipeater sind im Prinzip gleich, jedoch limitiert und unterstützen kein Bundesland- oder Distrikts-Routing, also nur WIDEn-N. "P" Digis sind alte Paccomm TRACE Digis, welche für WIDEn-N umkonfiguriert wurden. In schlecht versorgten Gebieten können Kleinzellendigipeater installiert werden, sog. Fill-in-Digis. Diese unterstützen _nur_ WIDE1-1 (vorher RELAY, was jetzt veraltet ist) und werden mit "1" gekennzeichnet.

ZWEITENS, als Teil der Benutzeraufklärung, sollen ALLE Digipeater ihre "New-N"-Einstellungen in ihrer Positionsbake anzeigen. (Details dazu)


Lösung #6: Verhältnismäßige Pfade für Tracker (Mobil-/Portabelstationen)

Das ursprüngliche APRS-Design nutzte einen Verfalls-Algorithmus, um neue Daten häufiger auszusenden als alte Daten, und jede spätere Kopie immer seltener, wenn das Paket unverändert bleibt. Die meisten Folgegeräte und Tracker ignorierten dieses Fundamentale Prinzip und sendeten viel zu oft unveränderte, doppelte Informationen. Wir benötigen Tracker, die direkte und lokale 1-hop Pfade häufiger verwenden als 2- oder 3-hop Pfade. Ich nenne das "Proportional Pathing" (Verhältnismäßige Pfade). Es bedeutet, dass Tracker im 1-Minuten-Takt, aber jedes andere Paket wird lokal - direkt gesendet. Alle 2 Minuten wird eines über WIDE1-1, alle 4 Minuten über WIDE1-1,WIDE2-1 gesendet. Und wenn "Proportional Pathing" auf 3 eingestellt wird, dann wird einmal alle 8 Minuten ein Paket über 3 hops, also WIDE1-1,WIDE2-2 gesendet. Diese Technik verringert die Belastung im Netzwerk um einen HOHEN Faktor, da Mobilstationen mit hohen Bakenraten und langen Pfaden eines der größten Probleme darstellen. Zusätzlich löst es das Problem der Angleichung der Pfade zwischen einzelenen Gebieten. Die Einstellung "Proportional Pathing" = 3 sollte nahezu überall OK sein. Siehe Proportional Pathing.


[...]


Immer dran denken: Du verbesserst die Effizienz des Netzwerkes um den Faktor DREI oder MEHR, wenn Du N um 1 verringerst. Wenn also die ganzen Mobilstationen dazu überkämen, ihr WIDE5-5 auf WIDE3-3 herabzusetzen, würde das QRM um dem Faktor 9 reduziert. In Ballungsgebieten würde das Herabsetzen bei der Mehrheit der Nutzer von WIDE3-3 auf WIDE2-2 die Effektivität des Netzes um den Faktor DREI verbessern!




Der folgende Anhang stellt den Hintergrund dar, auf den sich obige Empfehlungen stützen.


APRS-Grundlagen: APRS kann NUR auf der lokalen Ebene auf RF funktionieren. Es ist nur ein 1200baud Kanal, den Du mit Deinen nächsten Nachbarn teilst. Es kann nur funktionieren, wenn Du und Deine Nachbarn verstehen, wie es funktioniert und seine Grenzen bekannt sind und wenn Du nicht zu Tode QRM'ed wirst von Paketen aus weit entfernten Regionen. Folgende Tabelle zeigt die GRUNDLEGENDEN ANNAHMEN über die Ziehle eines APRS Netzwerks.


Grundlegende Prinzipien von APRS:

  1. VERLÄSSLICHE digitale Echtzeit-Kommunikation auf lokaler Ebene innerhalb von Sekunden.
  2. Eine Netz-Durchlaufzeit von 10 Minuten für lokale Verbindungen (direkt oder über 1 Digi)
  3. Eine Netz-Durchlaufzeit von 30 Minuten für regionale Verbindungen
  4. Ein 1200baud System, welches als regionaler Direktzugriffs-Kanal fungiert (der im Durchschnitt nur ca. 60 Benutzer unterstützt (abhängig von der Anzahl mobiler Stationen))

Das bedeutet, Du schaltest Deinen Computer ein und empfängst sofort NEUE Daten, aber nachdem die Netzdurchlaufzeit abgelaufen ist, wird alles, was immer noch gültig und aktuell ist, mindestens einmal gesendet sein.


Das ALOHA Konzept: Der 1200baud APRS-Kanal auf 144.800MHz kann im Durchschnitt nur zwischen 60 und 100 APRS-Stationen oder -Objekte unterstützen, abhängig von der Paketrate, der Anzahl der Digipeater und Hops. Das rührt daher, dass eine Auslastung von mehr als 100% zu Paketverlusten durch Kollissionen führt. Du bist dafür verantwortlich, dass Deine Packete innerhalb Deines ALOHA-Netzwerkes verteilt werden, jedoch nicht darüber hinaus, sonst machst Du QRM in anderen Netzwerken. Siehe ALOHA-Kreis Konzept.


Lösung #7: Der ALOHA-Kreis

Jedes APRS-Programm sollte den ALOHA-Kreis für seinen Benutzer berechnen und anzeigen können. Doch sogar ohne integrierte ALOHA-Berechnung haben die Benutzer über FINDU.COM eine gute Möglichkeit, den ALOHA-Kreis zu berechnen. Rufe einfach folgende Adresse auf:

http://map.findu.com/WB4APR-9

Wobei natürlich WB4APR-9 durch das eigene für APRS verwendetet Rufzeichen ersetzt werden muss.

Diese findU-Seite sortiert Deine 60 nächsten Nachbarn nach Entfernung. Somit ist die Entfernung zur Letzten Station dieser Liste der Radius Deines ALOHA-Kreises. Diese Stations-Liste ist Deine APRS ALOHA Nachbarschaft. Sie enthält auch Digipeater, welche du evtl. benutzen musst, um mit den Stationen in dieser Liste kommunizieren
zu können. Doch viel wichtiger ist, dass Deine Pakete diesen Radius routinemäßig nicht überschreiten dürfen. In Hessen hat Dein ALOHA-Kreis vieleicht nur einen Radius von 25km und Du benötigst nur einen Hop, um jeden zu erreichen. In Bayern benötigst Du vieleicht mehr Hops...

Der ALOHA-Kreis ist ab sofort automatisch in allen Kopien von APRSdos enthalten. Es gibt auch ein entsprechendes Zusatz-Programm für UI-View32 und das nächste Release von WinAPRS sollte die Funktion dann auch beinhalten.

[...]


Lösung #8: Alternative Eingabe-Frequenz

Was Dein Digi momentan auf 144.800 aufnimmt, sind zu 98% Daten von zu weit weg. Deshalb wirst Du nur noch digipeatet, wenn du dieses ganze QRM mittels hoher Sendeleistung überfährst. Das funktioniert jedoch nicht mit QRP- bzw. Handfunkgeräten. Der einfachste Weg auf regionaler Ebene wäre es, die lokalen Benutzer auf eine
eigene Frequenz zu verlagern, um das bestehende QRM zu umgehen und die Verlässlichkeit des Netzes zu erhöhen. Dazu käme eine andere freie Frequenz im 2m-Band in Frage, welche ganz einfach wieder auf 144.800 zurück umgesetzt wird, wo ja jeder empfängt. Diese einfache SysOP-Lösung kann die Verlässlichkeit des lokalen APRS-Netztes drastisch steigern! Siehe auch: Doppelte Verlässlichkeit durch eine alternative Eingabe-Frequenz.

[...]


Lösung #10: Die Bakenrate richtig einstellen

Stellt die Bakenrate von DIGIPEATERN bitte wie folgt ein:

Alle 10 Minuten: Lokale, direkte Positionsbake (0 Hops)
Alle 30 Minuten: 1 Hop Positionsbake (WIDE2-1)
Alle 60 Minuten: 2 Hops Positionsbake (WIDE2-2)

Siehe auch: digi-rates.txt

Daraus resultiert ein lokales Paket alle 10 Minuten, aber nur alle 30 Minuten ein Paket mit 1 Hop und nur alle 60 Minuten ein Paket mit 2 Hops. Dies reduziert die Belastung durch DIGIPEATER Baken um die Hälfte!

[...]


Lösung #12: Verbessern der sehr-hoch-hören-zu-viel-Digipeater (very-high-hear-too-much digis)

Damit APRS wächst, muss die Größe der Zellen kleiner werden, um im ALOHA-Kreis zu bleiben. Hochgelegene Digipeater können von Vorteil sein, wenn die Anzahl der Hops aller Benutzer begrenzt ist. Aber im Flachland benötigen mehr Benutzer mehr - jedoch tiefer gelegene - Digipeater und eine Begrenzung der Hops. Wenn man das, was die sehr hoch auf Berggipfeln gelegenen Digipeater hören nur auf DIREKTE Pakete (und kein QRM von anderen Gebieten) reduzieren könnte, dann könnten sie über 100 Benutzer umsetzen. Es gibt einige Optionen für diese super-hoch-gelegenen Digipeater, abhängig von Deinem Gebiet:

  • Option 1: Einfach alle Pfade auf einen Hop zwingen (Punk-zu-Punkt Verbindungen können immer noch mehr als einen Hop verwenden)
  • Option 1+: Man sollte auch das reduzieren, was alle umliegenden Digipeater wiederaussenden.
  • Option 2: Die Eingabe-Frequenz auf eine extra Frequenz verlagern (falls verfügbar), damit es eine unbelegte Eingabe für mobile Stationen mit geringer Leistung gibt.
  • Option 3: Die Ausgabe auf UHF verlagern, so dass der Digipeater immer noch alles hören kann, aber selbst kein QRM erzeugt und andere stört (die Benutzer können also auf UHF empfangen, bzw. dort läuft ein Internet-GateWay, welches die Daten empfängt).



Wir müssen die Anzahl an Hops reduzieren und die Einstellungen so vereinfachen, dass APRS überall und für jedermann mit einheitlichen Einstellungen funktioniert.

Wir können es von heute auf morgen lösen: dadurch, dass wir einfach drei Parameter durch Remote-Sysop-Befehle angleichen: ALIAS und die zwei n-N-Parameter UIFLOOD und UITRACE. Dadruch können wir das QRM von außerhalb drastisch redzuieren, von heute auf morgen! Hier ist, was wir bewerkstelligen können:

  • Eliminierung der vielen Schleifen, die durch das veraltete RELAY und WIDE (und TRACE) System hervorgerufen werden.
  • Die Benutzung von WIDEn-N fördern
  • Niedrigere Werte für N fördern, um die Überflutung durch QRM zu reduzieren
  • UIFLOOD von WIDEn-N auf SSn-N für Bundesland- oder Distrikts-Routing abändern
  • WIDEn-N nach UITRACE verschieben, um die Pfade verfolgen zu können
  • Benutze die UIDIGI ALIAS Liste, um WIDEX-X (wobei X für einen HOHEN Wert steht) abzufangen. Jedoch sollte mindestens 1 Hop erlaubt werden.
  • Dies versetzt SysOPs in die Lage, wieder Kontrolle über "ihr" Netzwerk zu haben und dadurch DX QRM drastisch zu reduzieren, unabhängig von den Einstellungen der Benutzer.
  • Alle Pfade wie WIDE5-5 oder größer mitschreiben und unterbinden.



Universeller Pfad "WIDE2-2" für mobile Stationen: Obwohl Pfade wie RELAY,WIDE bislang überall funktionierten, generierten sie 3 bis 5 mal so viele Schleifen. Der bessere universelle Pfad ist jetzt WIDEn-N, wobei N auf 2 oder 3 limitiert ist, je nach Region. In Gebieten mit vielen Fill-in-Digis (Kleinzellen-Digipeater, früher RELAY-Digipeater), sollte der Pfad WIDE1-1,WIDE2-2 (3 Hops) bzw. WIDE1-1,WIDE2-2 (2 Hops) benutzt werden.

Abfangen von WIDEn-N bei zu hohem N Wert: Ein Schlüssel zum Erfolg des neuen n-N Denkmusters war die Realisierung, dass wir bestehende Digipeater benutzen können, um hohe N Werte abzufangen. Das kann einfach dadurch geschehen, indem WIDE4-4, WIDE5-5, WIDE6-6 und WIDE7-7 in die ALIAS Liste des Digipeaters eingefügt werden. Solche Pakete werden dann einmal ausgesendet, und von keinem weiteren Digipeater mehr weitergeleitet. Somit werden die Benutzer sehen, dass N Werte größer 3 nicht weiter als ein Hop digipeatet werden.
[ Anmerkung: In den neuen Versionen von DIGI_NED ist diese Funktion bereits mit eingebaut, für UIDIGI existiert eine Anleitung auf der UIDIGI Homepage. ]

RELAY und WIDE eleminieren: Die alten Pfade wie RELAY, WIDE, TRACE und SS, welche viele Schleifen generieren wurden abgesetzt, da sie eine mangelhafte Schleifen-Unterdrückung besitzen. Das sofortige Absetzen dieser ist der beste Weg, das Problem zu lösen. Je scheller desto besser.

Aufklärung der Benutzer: Der wichtigste Nutzen des neuen n-N Denkmusters ist die enorme vereinfachung der Pfade, die eine universelle Aufklärung und Weiterbildung der APRS Benutzer ermöglicht. Die ganzen alten Pfade von früher waren einfach zu schwer nachvollziehbar für die Benutzer. Jetzt gilt einfach: WIDEn-N, wobei der Wert von N niedrig gehalten wird. Fertig. Die Werzeuge des neuen n-N Denkmusters sind sehr leistungsfähig, aber es läuft nach wie vor auf Grundwissen hinaus. Benutze nur, was Dich zu den nächsten 60-100 Benutzern bringt. Alles andere ist QRM.


VORTEILE/GEWINNE des neuen n-N Denkmusters

  1. Eine VIELFACHE steigerung der zur Verfügung stehenden Bandbreite in Deinem lokalen Netzwerk
  2. Eine IN VIELE RICHTUNGEN reichende Reduzierung des QRM (von allen Seiten)
  3. Eine IN VIELE RICHTUNGEN reichende Verbesserung der Verlässlichkeit Deines Netzwerkes
  4. VOLLSTÄNDIGE ZURÜCKVERFOLGUNG des Pfades eines jeden Paketes.
  5. Identifizierung des Einfügepunktes eines JEDEN Paketes ins Netzwerk
    [...]
  6. Universelles WIDE1-1 überall (ersetzt RELAY)
  7. Fortsetzung der Nutzung von Kleinzellen-Digis (fill-in-digis) durch Benutzung des WIDE1-1,WIDE2-1 Pfades



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Wird fortgesetzt...

 

 

 

 

 

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